Dienstag, 1. September 2015

Liebe Naturschützer,

wie bereits angekündigt, findet am kommenden Samstag, 5. September 2015, die Wanderung vom Keltenbrunnen zum Heidenhäuschen statt.

 Keltischer Brunnen
Heidenhäuschen
Wir entdecken die Fauna und Flora unseres Forstes und stellen den von der NAJU begonnenen Waldlehrpfad vor. Ein erster Halt am Keltenborn führt uns zurück in die Zeit eines sehr interessanten einstigen Volkes. Am Gipfel des Heidenhäuschens finden sich ebenfalls noch keltische Spuren, auf die wir kurz eingehen werden.
Die Wanderung ist für alle naturkundlich und geschichtlich Interessierte geeignet, besonders für Familien, da sie von NAJU- und NABU-Mitgliedern durchgeführt wird.
Also, herzliche Einladung an KLEIN & GROSS, am Samstag dabei zu sein!

Treffpunkt ist um 13:30 h an der hinteren Bornstraße in Steinbach.
Dauer: gut 2 - 2,5 Stunden

Bitte auf  witterungsgemäße Kleidung und festes Schuhwerk achten.
Wer möchte, bringt sich eine Brotzeit mit.

Wir freuen uns auf viele Teilnehmer,
bis dahin,

für das NAJU-Team
Birgit Weber

Dienstag, 28. Juli 2015

Kita-Fest in Steinbach

Die Kindertagesstätte Maria Heimsuchung in Steinbach feierte am Sonntag, dem 5. Juli 2015 ihr 25-jähriges Bestehen. Nach einem feierlichen Gottesdienst in der Pfarrkirche, den die Kinder mitgestalteten, ging das Fest mit einem Mittagessen weiter. Das Programm weckte Erinnerungen, denn es lehnte sich an den Ablauf der Eröffnungsfeier vor einem Vierteljahrhundert.
Im Kindergarten wurde der Beginn des offiziellen Teils eingeläutet. Kinder und Erzieherinnen freuten sich über zahlreiche Grußworte, Gratulationen und Geschenke. Die freiwillige Feuerwehr und der NABU unterstützten die Veranstaltung mit Spielen und Aktionen und – aufgrund der hohen Temperaturen – mit einem kurzfristig organisierten Pool. Kinderschminken und ein Workshop zum Herstellen von Knete rundeten das abwechslungsreiche Programm ab.

Das Programm des NABU bestand aus einem Infostand mit vielen selbst gesammelten Vogelnestern inklusive Eiern und einem Plakat, auf dem die dazugehörigen Vögel zu sehen waren.


Die Zuordnung war gar nicht so einfach vorzunehmen und mancher Besucher staunte über die Vielfältigkeit der Vogeleier unserer heimischen Vögel.


Die kleinen Besucher des Tages erfreuten sich ebenso daran, Tiermasken zu basteln.


Dienstag, 30. Juni 2015

Fledermaus-Life-Show am 19. Juni 2015
in Niederzeuzheim

Schnell füllte sich das Klassenzimmer im Erdgeschoss der Grundschule Niederzeuzheim mit Schulkindern, Eltern, Lehrern und zahlreichen anderen Interessierten, die sich über Deutschlands größte Fledermausart, das Große Mausohr informieren wollten.


Seit Jahren beziehen die Weibchen der ca. 300-Tiere-starken Kolonie ihr Sommerquartier im Dachstuhl von St. Peter, um dort ihre Jungen zu gebären und aufzuziehen. Die Männchen leben derweil einzeln oder in kleinen Gruppen in verschiedenen Quartieren in Wald und Feld. Anhand mitgebrachter Exponate erfuhren die Besucher zunächst, wie groß das Große Mausohr wirklich ist, gerade im Vergleich zu der kleinsten vorkommenden Art, der Zwergfledermaus, die in eine Streichholzschachtel passen würde.

 
Das große Mausohr hat eine Länge von 10 bis 13 cm. Mit ausgebreiteten Flügeln erreicht es bis zu 45 cm.
Fledermausarten kann man nicht nur anhand der Körpergröße und Flügellänge, sondern vor allem an ihren Ohren erkennen, die für diese Tiere das „Sehorgan“ sind. Anhand ausgestoßener Rufe im Ultraschallbereich, also für den Menschen nicht zu hören, und der zurückgeworfenen Wellenlängen, kann sich das einzige fliegende Säugetier einen Eindruck von seiner Umgebung machen und auch erkennen, wo Beute zu finden ist.
Das Große Mausohr ernährt sich vorrangig von Motten und Nachtfaltern, aber auch von am Boden krabbelnden Käfern, die mühelos während des Fluges aufgeschnappt werden. Auch dazu waren Exponate zu sehen. 
Eine Fledermaus kann in einer Nacht mehr als ein Drittel ihres Körpergewichts an Insekten vertilgen. Die „Jäger der Nacht“ sind also wahre Schädlingsbekämpfer und ein wichtiger Teil der natürlichen Nahrungskette.
Ausgestopfte und präparierte Vögel wie Waldkauz und Schleiereule, die herumgereicht wurden, stehen für die Feinde der Fledermaus. Krähen schnappen sich auch gerne in Höhlen und anderen Quartieren gefundene Jungtiere, die noch flugunfähig sind.

Nach diesen vielen Informationen konnten die Besucher in Ruhe die ausgelegten Informationstücke ansehen und auch Fragen an die NABU-Mitglieder richten.
Die Kinder erfreuten sich daran, Fledermaus-Masken zu basteln oder Malbilder zu gestalten.

 
Der Spielplatz bot die notwendig gewordene Bewegung und das außen angebotene Spiel „Motte-Fledermaus“ vermittelte den Kindern einen Einblick davon, dass es für eine Fledermaus gar nicht so einfach ist, Beute zu machen.

Derweil erwartete der Biologe und Fledermaus-Experte Karl Kugelschafter die Besucher in der Kirche.

Dank wissenschaftlicher Untersuchungen wie z.B. mit dieser Mausohr-Kolonie ist viel vom Leben der nachtaktiven Tiere bekannt. Dass sie nach dem Erwachen als erstes intensive Körperpflege betreiben, die sehr wichtig ist, um sich von Parasiten frei zu halten, gleichzeitig werden die sozialen Kontakte gepflegt. Die Flügel werden von einer zarten, aber reich durchbluteten Flughaut gebildet, die zwischen den stark verlängerten Fingern, den Beinen und dem Schwanz aufgespannt ist. Diese muss geschmeidig gehalten werden.
Die Weibchen lassen ihre Jungtiere beim Ausflug zusammen im Dachstuhl zurück, um ein jedes nach dem Beutefang wiederzufinden und zu füttern.
Bei genauerem Hinsehen entpuppen sich Fledermäuse als sehr interessante und faszinierende Tiere.
Diese Informationen erhalten die Wissenschaftler von Transpondern, mit denen mittlerweile fast die gesamte Kolonie ausgestattet ist.

Die etwa im Mai geborenen Jungtiere werden bis August aufgezogen, bevor sie flugfähig sind und sich selbst versorgen können. Eine Fledermaus gebiert nur ein Junges im Jahr.
Nach der Aufzucht paaren sich die Fledermäuse im September wieder, gehen dann aber ab Oktober zunächst in den Winterschlaf, aus dem sie erst im März / April wieder erwachen und begeben sich dann in das Sommerquartier.
Bei Rotlicht, das die Tiere nicht stört, und Echolot, das den Ausflug für uns Menschen hörbar macht, wurden nach der Präsentation von Karl Kugelschafter außen an der Kirche die ausfliegenden Tiere beobachtet. Sie fliegen keineswegs gleichzeitig aus, sondern nach und nach, wie sie hungrig sind. Dank Ultraschall bekommen sie ein „Hörbild“ ihrer Umgebung und stoßen nicht an Hindernissen an.
Fledermäuse gelten immer noch als in ihrem Bestand gefährdet und sind generell geschützt. Wir Menschen können die Fledermäuse besser schützen, je mehr wir über sie wissen. Dieser Abend hat dazu beigetragen!

Weitere Infos unter

auf der Seite „NAJU Naturschutz-Wiki“.



Mittwoch, 24. Juni 2015

Neues aus dem Kindergarten Oberzeuzheim


Die NAJU-Mitarbeiter Hans-Josef Wagner und Birgit Weber  staunten nicht schlecht, als sie im Frühsommer die im März gebauten und aufgehängten Nistkästen inspizierten: in die beiden Kästen waren jeweils ein Meisenpärchen eingezogen. Sie bereiteten alles für die bevorstehende Brutzeit vor. Eine tolle Nachricht, die bestätigt, dass sich der Einsatz für die Natur lohnt!

Zu dem bestehenden, natürlich gebauten Schwalbennest, wurden unter dem Dach Schwalbennester angebracht. Es befinden sich nun dort drei Nester. Der NAJU hofft auf den Einzug der Schwalben, denn ob Nester dauerhaft bezogen werden, dauert unter Umständen seine Zeit.


Mit den Insektenhotels aus der letztjährigen Aktion des NAJU  gewährt der Kindergarten Oberzeuzheim  nun schon einer ganzen Reihe von Wildtieren Unterschlupf.


Der NAJU und insbesondere die Natur danken recht herzlich für diese Unterstützung!

gez. Birgit Weber


Montag, 22. Juni 2015

Naturschutzjugend erhält Spendenscheck von Motorradfahrern „Flaming Stars“

Elbtal-Dorchheim, Hadamar
Die „Flaming Stars Hessen“, die Interessengemeinschaft Motorrad fahrender Feuerwehrleute
erwirtschafteten mit ihrem Getränkestand während der Motorradsegnung in Steinbach einen Betrag von 160,- Euro, der nun an den Begünstigten, die Naturschutzjugend im NABU Hadamar, übergeben wurde.

Der Kontakt kam durch Peter Stimper zustande, der selbst Motorradfahrer und NABU-Mitglied ist. Zusammen mit Monika Stimper übereichte er mit dem Veranstalter Holger Thiel (3. v. li) den Betrag an die Jugendabteilung des NABU Hadamar.


Birgit, Gabriel und Benedikt Weber nahmen die Zuwendung entgegen und bedankten sich im Namen des Vereins recht herzlich.


Motorrad fahren für einen guten Zweck, das der Naturschutzjugend zu Gute kommen wird, z. B. als erstes Projekt die Fledermaus-Life-Show in der Niederzeuzheimer Kirche.

Dienstag, 21. April 2015

Bisherige naju-Hadamar-Einsätze im Jahr 2015

In zwei Arbeitseinsätzen wurden im Gebiet Heidenhäuschenweg und rund um das Hirsefritzer Kreuz die Nistkästen gereinigt und überprüft.



 Nicht immer waren gefiedeterte Tiere im Kasten, wie ein verlassenes Hornissennest zeigt.



Ein neuartiger Nistkasten speziell für Baumläufer wurde angebracht.



Außerdem haben wir an den beiden Grillpätzen am Steinritz und am Hölzchen die Hütten und Plätze gesäubert und die umliegenden Spazierwege von Müll und Unrat befreit.


Mit dem gesammelten Unrat konnten zwei Mülltonnen gefüllt werden.


Mittwoch, 18. März 2015

Der Natur auf der Spur…

waren die älteren Kinder des Kindergartens Oberzeuzheim, die unter fachkundiger Anleitung von NABU-Mitarbeiter Hans-Josef Wagner Nistkästen bauten.

Sehr interessiert verfolgten die Kinder die einzelnen Schritte beim Zusammenbau der Nistkästen und stellten fest, dass es gar nicht so schwierig ist, den Vögeln ein Zuhause zu bauen.


Natürlich sind Nistkästen vor allem als Bruthilfe für Vögel im Frühjahr gedacht. Dass sie auch im Winter wichtige Aufgaben erfüllen, ist weniger bekannt. Dabei bieten sie nicht nur Vögeln, sondern vor allem Insekten ein schützendes Heim. Ob Meisen, Kleiber und Schmetterlinge – Nistkästen können Tagesunterschlupf, Schlafplatz, Kinderstube und Überwinterungsplatz sein. Mit etwas Glück halten schon bald Meisen hier Einzug. Aber die Kinder lernten auch, dass es Vogelarten gibt, die lieber ihr Nest in einem Strauch oder einer Hecke unter freiem Himmel bauen, so z.B. die Amseln. Daher soll auch der Rückschnitt der Gehölze bis Ende Februar beendet sein, damit man die Vögel bei ihrem Nestbau nicht stört. Einmal ausgewählt, beziehen die Vögel ihr Nest jedes Jahr wieder. Damit die Tiere sich an den neuen Standort gewöhnen können, brachte Hans-Josef Wagner eigens ausgedachte Fütterungshilfen in Form von in Nussschalenhälften gefülltes Fettfutter mit, die genauso wie die Nistkästen im Außengelände des Kindergartens aufgehängt wurden.

Manchem Vogel könne die Nisthilfe im Winter sogar das Leben retten. Die Gefahr der Übertragung von Parasiten durch alte Nester ist in der Regel geringer als der Nutzen eines warmen Unterschlupfes für die Tiere.

Da Vögel mit 39 bis 42 Grad ständig eine höhere Körpertemperatur als Säugetiere aufrecht erhalten müssen, verbrennen sie in der kalten Jahreszeit viel Körperfett. Sie verlieren schnell an Gewicht und sind oft geschwächt. Eine kalte Nacht auf einem schutzlosen Zweig kann da manchmal zum Verhängnis werden. Spatzen bauen deshalb regelrechte Winternester, in die sie sich bei Frost einkuscheln. Von Zaunkönigen weiß man, dass sie sich im Winter gegenseitig in Nistkästen wärmen. Wer noch einen Nistkasten im Keller hat, sollte ihn deshalb schon jetzt aufhängen. Er dient den gefiederten Freunden nicht nur als wärmender Unterschlupf, sondern bietet auch die Möglichkeit, sich bereits mit einem geeigneten Nistplatz für die nächste Brutzeit vertraut zu machen.
Heute hängen viele Menschen gerne Nistkästen auf, weil sie Spaß am Beobachten und am Erleben von werdendem Leben haben.
Typische gefiederte Nisthöhlenbewohner sind Meisen, Kleiber, Fliegenschnäpper und Sperlinge in „Vollhöhlen“ und der Hausrotschwanz in halboffenen Höhlen. Gelegentlich finden sich Fledermäuse oder auch Schlafmäuse wie Siebenschläfer und Haselmaus ein.



Brummende Hornissen, dösende Florfliegen

Doch diese Aufzählung ist unvollständig. Wer jemals Nistkästen kontrolliert hat, kennt Flöhe, die einen beim Öffnen anspringen, Hornissen, die den Kasten umschwärmen, oder Florfliegen, die in der Ecke dösen. Derartige Bekanntschaften sind typisch für den Lebensraum Nistkasten, der weit mehr als nur Vögel beherbergt. Höchst interessantes Kleingetier zählt zu den natürlichen Mitbewohnern und Nachmietern in natürlichen und künstlichen Bruthöhlen. Leider entsprechen diese nicht immer unserem Reinlichkeitsdenken und ästhetischen Empfinden, so dass ihnen zu Unrecht mit Ekel und Vorurteilen begegnet wird. Dabei gewähren sie uns Einblick in spannende ökologische Beziehungen.
Von den Säugetieren sind Siebenschläfer, Haselmaus, Wald- und Gelbhalsmaus bekannt. Sie beziehen oft nach der ersten Meisenbrut den Kasten. Artenreicher sind die wirbellosen Nestbewohner (in der Fachsprache: Nidicolen) vertreten: 120 Arten können im Winter in Nistkästen festgestellt werden. Wabenbauten finden sich von Hummeln, Wespen, Hornissen und andere Wildbienen. Schmetterlinge wie der Große Fuchs schlafen nachts, die Pyramideneule tagsüber im Kasten.

Vögel als Quartiermeister

Die in den Kästen brütenden Vögel schaffen allerlei Bewohnern Quartier. Mit dem Nistmaterial gelangen Trauerfliegenlarven, Asseln, Springschwänze und Hornmilben in den Kasten und damit in einen idealen Lebensraum. Kommen Motten, Aas- und Speckkäfer hinzu, ist das Recyclingsystem in der Bruthöhle perfekt, denn sie bauen organisches Material im Kasten wieder ab – eine sinnvolle Einrichtung in Naturhöhlen.
Meistens leben all diese Tierarten friedlich neben- und miteinander. Zu Störern des V
Die Kinder „holen sich ein Stück Natur“ in den Kindergarten, indem sie künftig die Vögel beim Nestbau und beim Aufzucht ihrer Brut beobachten können.